Aktuelles

HDW // 52.458 14.218 // 17.7 / 7.8 / 13.8 / 14.8 / 12.9
LKL // 52.399 14.164 // 1.8 / 28.8 / 12.9 / 26.9
ZUSANE // 52.402 14.104 //  15.8 / 29.8 / 12.9

Wir haben gemeinsam mit unseren Nachbar*innen landkunstleben und HDW ein Kultur-Programm, gegenläufig zum sinkenden Grundwasser gestaltet.
Unter dem Titel SINK TANK erkunden wir mit Künstler*innen, in einer Ausstellung die sich Stück für Stück auftürmt ein lokales Bermuda-Dreieck. Wir messen die Wasserstände auf und unter der Lebuser Platte, die sich bewegt. Wir laden ein sich auf’s Rad zu schwingen. An manchen Stellen hilft nur die Palme weiter.

Aktuelle Phänomene von Wetter, Klima und Flora Vorort und Anderswo. Landschaft, Geographie, Geschichten und Gegenwart der Gegend werden künstlerische Eingriffe aufgreifen –  fragilen Gleichgewichte im Lokalen; immer auch abhängen von Entwicklungen des Globalen. Der Bau der Giga-Fabrik polarisiert: Bäume gerodet, Uhus gerettet, Arbeitsplätze geschaffen, Trinkwasser gefährdet, steigende Preise für Land, wo es Bahnstationen gibt.

SINK TANK is artistic research, a collaboration among neighbors and their networks, a regional culture jam, an invitation to hop on your bikes and join. Yes, there will be art. Yes, there will be friendship. Yes, there will be politics. Yes, there will be fun.
ARTISTS: Benjamin Dewor, Brian Catling, Cecylia Malik, Christine Hoffmann, Emanuel Ott, Francis Zeischegg, Francisco MontoyaJoao PenalvaMargaret Raspé, Muerbe u. DroegeNick JaussiPaula Niño RamirezJana Debrodt, Joao Penalva, Jörg Schlinke, Juliane Tübke, Karo Kreißl, Magaret Raspé, Muerbe u. Droege, Nick Jaussi, Paula Niño Ramirez, Robert Abts, Robert Bramkamp/Susanne Weirich, Sibylle Hofter, Ulrike Mohr, Veranika Khatskevich, NBM

Zusammen in Neuendorf S.A.N.D.E e.V
https://www.zusane.org/

 

 

Palynomorphe – Betula humilis – Foto von Halbritter, Heidemarie

ETERNAL PROCESS

4:3, 2:04min „Sans doute la vie se protège-t-elle par la répétition, la trace, la différance“. (J. Derrida, „Freud et la scène de l’écriture“ in: L’écriture et la différence, Paris 1967, SS. 293-340; S. 302). Die Wiederholung hat sich als Schlüsselkategorie der postmoderne Zeitlichkeit etabliert. Die lineare und zum Fortschritt schreitende Zeit der wissenschaftlichen Revolution des XVII Jahrhunderts und der industriellen Revolution hat ihre Erklärungskraft zunehmend verblassen gesehen. Jedoch ist die zirkuläre Zeitlichkeit, die sich schon mit Nietzsche oder Benjamin profiliert, eine rätselhafte, weil sie im Widerspruch mit unserem intuitiven Verständnis von Zeiterfahrung scheint. Und das stimmt: Die Zeit der Erfahrung erlaubt keine Sprünge in die Vergangenheit, der Zeitpfeil ist zwangsläufig auf die Zukunft gerichtet. Aber nicht die Zeit der Wahrnehmung. Die Zeitwahrnehmung hat eigene Gesetzte, die mit der Bewusstseinsstruktur wesentlich verflochten sind. Die Wiederholung ist hier die Zeitfigur schlechthin. Sie ist die Chiffre der Zeitlichkeit der Erinnerungen und der Wünsche, der Déjà-vu un der Flashbacks, die keine Rücksicht auf die tatsächlichen Geschehnisse nimmt sondern ein eigenes rhythmisches Leben besitzt. Und in dieser rhythmischen Bewegung finden immer wieder neue Kombinationen und Kontaminationen unter vergangenen und gegenwärtigen Erlebnissen statt, die neue Bedeutungen vergangener Erlebnisse stiften, nachträglich. Das heißt, die Wiederholung wiederholt nichts, sondern kreiert immer wieder neu. Serena Gregorio, MA of Philosophy

UEBERHOUR – bonded by Mindscape Universe

The Museum

13.11.15, ab 19Uhr

Zschochersche Strasse 2b
04177 Leipzig
artist at work, 2014

 


Ebensosehr aber setzt das Ideal seinen Fuß in die Sinnlichkeit und deren Naturgestalt hinein, doch zieht ihn wie das Bereich des Äußeren zugleich zu sich zurück, indem die Kunst den Apparat, dessen die äußere Erscheinung zu ihrer Selbsterhaltung bedarf, zu den Grenzen zurückzuführen weiß, innerhalb welcher das Äußere die Manifestation der geistigen Freiheit sein kann.
Dadurch allein steht das Ideal im Äußerlichen mit sich selbst zusammengeschlossen frei auf sich beruhend da, als sinnlich selig in sich, seiner sich freuend und genießend.“ (Georg Wilhelm Friedrich)

Ihr seid herzlich eingeladen, einen Fuß in die Sinnlichkeit zu setzen. In dieser einmaligen Ausstellungseröffnung und –ende geht es um eine performative Anwesenheit, wo alle Sinne beansprucht werden. Das Optische, das Haptische, das Akustische und das Geschmackliche kreisen um das Kunstereignis und finden ihren Zusammenhang dank seiner Zentripetalkraft. Auch Ihr seid als sinnlich selig in sich, seiner sich freuend und genießend dazu eingeladen, diese einmalige Performance mitzuerleben.

 

Mango Kassler
19
Fr. 19.04.13
19 Uhr
Schlesische Str. 19

Im Jardin des Plantes, Paris

 

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe

so müd geworden, dass er nichts mehr hält.

Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe

und hinter tausend Stäben keine Welt.




Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,

der sich im allerkleinsten Kreise dreht,

ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,

in der betäubt ein großer Wille steht.




Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille

sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,

geht durch der Glieder angespannte Stille -

und hört im Herzen auf zu sein.




Rainer Maria Rilke, 6.11.1902, Paris